SEO · Analyse
Kostenlose SEO-Analyse: Was Tools zeigen – und was nicht
Ein kostenloser SEO-Check ist schnell gemacht und spuckt einen Punktewert aus. Ob Ihr Betrieb dadurch mehr Anrufe bekommt, verrät er nicht. Welche Werkzeuge sich lohnen und welche Fragen nur ein Mensch beantwortet.

Wer „SEO Analyse kostenlos“ sucht, landet bei Werkzeugen, die eine Website in Sekunden durchleuchten und eine Note von 0 bis 100 vergeben. Das ist nützlich, um technische Fehler zu finden. Für einen lokalen Betrieb beantwortet es aber nicht die wichtigste Frage: Warum ruft der Kunde bei der Konkurrenz an und nicht bei Ihnen? Dafür braucht es zusätzlich einen Blick auf Google Maps, auf Ihre Mitbewerber und auf die Antworten der KI-Assistenten.
Diese kostenlosen Werkzeuge lohnen sich
Für den Anfang reichen die Werkzeuge der Suchmaschinen selbst. Sie kosten nichts und zeigen echte Daten statt Schätzungen:
- Google Search Console: Bei welchen Suchanfragen Ihre Website erscheint, wie oft sie angeklickt wird und ob Google alle Seiten aufnehmen konnte. Das ist die wichtigste Quelle überhaupt.
- Leistungsdaten im Google-Unternehmensprofil: Wie oft Ihr Profil angesehen wurde, wie viele Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks daraus entstanden sind. Für lokale Betriebe oft aufschlussreicher als die Website-Statistik.
- PageSpeed Insights: Wie schnell Ihre Seite auf dem Handy lädt und ob sie die Core Web Vitals von Google erfüllt – mit Messwerten echter Besucher, sobald genug Daten vorliegen.
- Test für Rich-Suchergebnisse und Schema-Validator: Ob die strukturierten Daten im Code (Firmenname, Adresse, Leistungen) fehlerfrei sind.
- Bing Webmaster Tools: Wie Bing Ihre Seite sieht. Bing ist auch die Grundlage für Microsoft Copilot – ein Grund mehr, die Seite dort anzumelden.
Was automatische SEO-Checks nicht sehen
Ein Werkzeug prüft, was es messen kann: Ladezeit, Überschriften, Bildgrößen, fehlende Beschreibungen. Was über Anfragen entscheidet, liegt oft woanders:
- Ihre Konkurrenz vor Ort. Ob Sie bei „Installateur Graz“ in der Kartenansicht unter den ersten drei stehen, hängt vom Vergleich mit den Betrieben in Ihrer Nähe ab – deren Bewertungen, Kategorien und Fotos. Kein Website-Check schaut sich das an.
- Die KI-Suche. Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Gemini oder den KI-Modus von Google nach einer Empfehlung. Ob Ihr Betrieb dort genannt wird, zeigt nur ein Test mit echten Kundenfragen. Was dahintersteckt, erklärt der Ratgeber Was ist GEO? unserer Schwestermarke GEO-Vorsprung.
- Die Reihenfolge. Ein Bericht mit 80 Warnungen sagt nicht, welche drei Punkte am meisten bringen. Viele Warnungen sind für einen lokalen Betrieb unerheblich.
- Ihr Angebot aus Kundensicht. Steht auf der Startseite in fünf Sekunden, was Sie machen, wo Sie arbeiten und wie man Sie erreicht? Das beurteilt ein Mensch besser als jede Software.
Wie Sie einen SEO-Punktewert richtig lesen
Jedes Werkzeug rechnet seinen Wert anders. 95 Punkte bei einem Anbieter können 70 bei einem anderen sein. Der Wert ist ein Hinweis auf technische Ordnung, kein Maß für Sichtbarkeit. Eine technisch perfekte Seite ohne Bewertungen und ohne klare Leistungsseiten verliert trotzdem gegen einen Mitbewerber mit 150 Google-Bewertungen. Jagen Sie deshalb nicht der 100 hinterher, sondern beheben Sie, was Besucher und Google tatsächlich ausbremst.
In 15 Minuten selbst prüfen: fünf Fragen
- Suchen Sie Ihre wichtigste Leistung mit Ihrem Ort, zum Beispiel „Elektriker Leoben“, in einem privaten Browserfenster. Erscheinen Sie auf der ersten Seite und in der Karte?
- Öffnen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil: Stimmen Hauptkategorie, Öffnungszeiten und Telefonnummer? Wann kam die letzte Bewertung?
- Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy: Finden Sie in fünf Sekunden die Telefonnummer und einen Knopf zum Anrufen?
- Prüfen Sie Ihre Seite mit PageSpeed Insights. Liegt der Wert für Mobilgeräte deutlich unter 50, lohnt sich ein genauer Blick.
- Fragen Sie ChatGPT oder Gemini: „Welcher [Ihre Branche] in [Ihr Ort] ist empfehlenswert?“ Werden Sie genannt – und wenn ja, mit richtigen Angaben?
Wenn Sie bei zwei oder mehr Fragen zögern, liegt dort Ihr größter Hebel. Was beim Google-Unternehmensprofil am meisten bringt, zeigen wir in unseren sieben Hebeln für mehr Anrufe.
Der Unterschied einer persönlichen Analyse
Bei unserer kostenlosen Potenzialanalyse sieht sich ein Mensch Ihren Betrieb an – Website, Google-Profil, Bewertungen und Ihre stärkste Konkurrenz vor Ort. Sie bekommen innerhalb von 3 Werktagen ein persönliches Video (ca. 10 Minuten) und einen Kurzbericht mit den drei Punkten, die am meisten bringen, in der richtigen Reihenfolge. Ob die KI-Assistenten Ihren Betrieb empfehlen, prüft unsere Schwestermarke GEO-Vorsprung kostenlos.
Fazit
Kostenlose Werkzeuge sind ein guter Anfang, vor allem die von Google und Bing selbst. Sie zeigen technische Fehler und echte Zahlen. Ob Ihr Betrieb gegen die Konkurrenz vor Ort gewinnt und von der KI empfohlen wird, sehen Sie erst mit einem Blick von außen. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

